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15.08.2017 - Dachauer Volksfest - 400m


Nach der Süddeutschen Meisterschaft für die U23 in Regensburg, konnte ich die Saison nicht beenden, ohne eine Herausforderung anzunehmen und über meine Grenzen zu gehen. Ich entschloss mich mit meinem Trainer Stefan auf dem Dachauer Volksfest einen 400er zu machen. Und diesen habe ich heute auch bewältigt bzw. er hat mich bewältigt.


Ich hatte zwei Wochen, dafür vorzubereiten und merkte heute, dass das auf keinen Fall gereicht hat. Die Trainingsheiten waren zwar nicht mehr täglich, aber dafür waren die Distanzen länger und die Intensität größer. Ich hatte drei Intervalleinheiten: 8 x 2min Tempo mit Trabpause; 10 x 1 min. Tempo mit Trabpause; 8 x 45 sek. Tempo mit Trabpause. Dann hatte ich viele lockere Einheiten mit Rasendiagonalen. Und natürlich gab es auch intensive Läufe wie zum Beispiel zwei Serien von 200m / 300m / 200m.


Die Qual began schon mit dem Aufwärmen. Man spürte von Minute zu Minute wie einem schlechter wird und die Beine immer wackeliger werden. Man überlegt sich sämtliche Taktiken, damit man am besten durch kommt. Ich entschied mich für die Taktik, die ersten 200m in einer Zeit von 22,0 bis 22,5 anzufangen, damit ich für die letzten 200m genug Zeit habe, um unter 49 sek. zu laufen. Diese Rechnung sollte aber nicht aufgehen.


5 min. vor Start. Die Listen werden durch gegeben. Ich erwische den schnellsten Lauf auf Bahn 2. Es war ein Wunder, dass meine Beine mich noch stützen konnten, obwohl sie so wackelig waren. Der Pfiff kommt. In diesem Moment überlegte ich mir ernsthaft mich noch beim Schiedsrichter abzumelden. Aber jetzt gab es kein zurück mehr.


Ich habe meinen Start sehr gut erwischt und sprintete los. Ich fühlte schon, dass ich kurz vor meiner maximalen Sprintleistung war, aber es hat sich alles noch so locker angefühlt. Das ging bis 200m ganz gut, bis mich meine Konkurenten alle einholten. Spätestens in diesem Augenblick fragte ich mich, wozu ich eigentlich dafür trainiert habe, wenn ich gerade eh schon kaputt gehe. Die dritten 100m waren eine Qual. Ich bekämpfte den Gedanken einfach stehen bleiben zu wollen. Aber dieser Gedanke verwehte, als ich auf der Schlussgerade war und noch den letzten Turbo einschalten konnte.


Ich kam als Zweiter von vier Läufern ins Ziel mit einer Zeit von 50,14. Die Zeit war aber nicht meine größte Sorge. Ich lag auf dem Boden, mir lief der Schweiß in die Augen, mir war übel und mein Gluteus brannte. Aber ich fühlte mich gut. Ich wusste ich habe die Herausforderung bestanden, zwar nicht mit meiner gewünschten Zeit, aber ich weiß, dass ich besser laufen kann und irgendwann wage ich mich noch mal an den 400m Start.


Danke an meinen Kumpel Felix Straub, der sich die Qual mit mir geteilt hat. Ich denke er hat es auch nicht bereut.

27.07.2017 - Süddeutsche Meisterschaften U23 in Ingolstadt - 100m


Die Süddeutschen Meisterschaften waren der letzte Wettkampf für die Sommersaison 2017. Ein letztes Mal wollte ich mich unter gleichaltrigen Beweisen und eine gute Zeit liefern. Aber es lief einfach nicht.


Die letzte Trainingswoche war hart. Ich konnte mich nach den Bayerischen Meisterschaften nicht mehr wirklich für den letzten Wettkampf motivieren. Das Saison Ziel war am Anfang schon erreicht und der Saisonhöhepunkt war das letzte Wochenende. Ebenfalls zwickten die Oberschenkelbeuger schon bei etwas schnelleren Steigerungen. Das reduzierte das Ziel „Bestleistung“ zum Ziel „verletzungsfrei bleiben“.


So erging es mir auch am Wettkampftag. Das Aufwärmen war schmerzhaft und die Motivation war schwach. Im Vorlauf erkämpfte ich mir den Sieg mit der ersten 11er Zeit in dieser Saison und mit starkem Gegenwind. Ich merket aber, dass ich keinen Druck mit meinen Beinen ausrichten konnte. Der Physio konnte mir leider auch nicht groß helfen, da die Schmerzen durch meine Unbeweglichkeit hervor kamen. Im zweiten Lauf liefen der Erst- und der Zweitplatzierte mit, neben denen ich mich auch mit einem guten Start nicht durch kämpfen konnte. Der Druck von den Beinen fehlte einfach.


So entschloss ich mich mit meinem Trainer, dass ich den Endlauf nicht bestreiten werde. Das verletzungsrisiko war zu groß und ich wollte nicht wieder mit einem Rückstand in die neue Saison einsteigen.


Da das mein letzter Wettkampf war gibt es ein kleines Fazit von der Saison.

Mein Trainer und ich sind beide sehr zufrieden. Ich habe mich in die Top 20 der Deutschen Bestenliste durch gekämpft. Ich bin dritter bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften für die Universität Augsburg geworden. Ich habe den 36 Jahre alten schwäbischen Rekord gebrochen. Und ich habe mit 10,40 die Norm für die U23 Europameisterschaft in Polen und die B-Norm für die Universiade geknackt.


Leider durfte ich bei diesen Wettkämfpen wegen meinem Pass nicht starten. Aber das gibt mir nur noch mehr Motivation für die nächsten Jahre.

22./23.07.2017 - Bayerische Meisterschaften in Augsburg - 100m / 200m


Die Bayerischen Meisterschaften ware eine Erfahrung für sich. Da meine Saisonhöhepunkte (Deutsche Meisterschaften, Europameisterschaften) ausgefallen sind, setzte ich mir diesen Wettkampf als Höhepunkt. Die Atmospähre und die Ergebnisse waren eines Höhepunktes würdig.


Erster Tag 100m. Auf der Meldeliste war ich als Schnellster auf der Spitze und auch so waren die Erwartungen von der Heimat groß. Doch ich selbst habe die Konkurrenz keinesfalls unterschätzt. Mir war bewusst, dass der Passauer Weitspringer Maximilian Entholzner bei einem guten Tag schwer zu schlagen ist.


Im Vorlauf zeigte er schon was er drauf hat. Mit starkem Gegenwind lief er fast Bestleistung. Ich selbst lief bei einem Gegenwind von -1,9 mit einer Zeit von 10,99 ins Finale. Allerdings zeigte sich da schon, dass eine geile Stimmung herrscht und die Bahn recht schnell ist.


Im Finale standen Max und ich mit einer Bahn zwischen uns am Start. Die Stimmung war da, der Wind wehte perfekt für uns, die Bahn war bereit und wir waren es auch.

Ich lief bei einem Wind von +2,0, also der noch gültige Wind, eine Zeit von 10,42. Ich habe selbst nicht geglaubt, dass ich diese Zeit noch schaffen werde.

Aber den perfekten Lauf erwischte Max. Er explodierte auf der Bahn und die Uhr blieb für ihn bei 10,29 stehen. Der Deutsche Vizemeister im Weitsprung gewann die 100m bei den Bayerischen Meisterschaften und keiner kann es ihm verübeln. Glückwunsch Max, bin stolz auf dich! :)


Zweiter Tag 200m. Die halbe Rundbahn ist keineswegs meine Lieblingsstrecke. Erst letzte Woche habe ich mir bei den U23 Bayerischen Meisterschaften auf halber Strecker in beiden Waden Krämpfe geholt. Aber das Ziel war an die Bestzeit ran zu laufen, mich möglichst gut zu platzieren und noch einmal die geile Atmosphäre zu genießen.

Aber ich glaube, dass diese zwei Läufe einen Wendepunkt für die 200m darstellen. Noch nie bin ich so leicht durch gekommen und hatte bis jetzt nie wirklich ein schönes Gefühl bei den 200m.


Den Vorlauf gewann der amptierende Deutsche Meister über die 400m, Johannes Trefz. Im Finale standen er und der Vorlaufschnellste, Patrick Schneider, hinter mir, so dass ich wusste, ich muss von Anfang an voll drauf gehen. Als mein Name von den Moderatoren durch gesagt wurde und ich das Publikum jubeln hörte, kam zuätzliche Energie. Ich wusste, wenn ich gut aus der Kurve komme, trägt mich das Publikum ins Ziel.


Der Startschuss fiel. Ich sprintete sofort in die Kurve rein, ohne nachzudenken. Kurveneingang. Keiner zu sehen. 150m. Keiner zu sehen. Das Publikum jubelte und ich sah das Ziel schon vor Augen. Doch bei 190m sah ich jemanden auf der meiner linken Seite vorbei laufen. Es war Patrick Schneider. Der Deutsche Vizemeister gewann den Bayerischen Titel auf den 200m.


Die Erfahrung, die ich an diesen zwei Tagen gemacht habe, kann mir keiner nehmen. Ich werde immer nur positiv über diee Bayerischen Meisterschaften in Augsburg denken. Ich habe meine persönliche Bestleistung vor meinem Heimatpublikum bestätigt und habe mich sogar auf 200m mit 21.40 um Zwei Zehntel verbessert. Die Titel wären beide zu viel verlangt gewesen. Ich brauche ja Ziele die ich noch erreichen will. Denn vielleicht gibt es ja in paar Jahren noch eine Bayerische Meisterschaft in Augsburg. Dort greife ich dann auf jeden Fall noch mal an und zeige dann wieder das was ich kann!

24.08.2017 - Augsburg Rosenaustadion - Stabhochsprung


Seit meinem letzten Wettkampf in Dachau heißt es für mich Pause machen. Die Saison war lang und um gut in die neue Saison einsteigen zu können, muss man den Körper und den Kopf frei bekommen.


Um aber dennoch etwas fit zu bleiben, versuche ich mich an anderen Sportarten.

Heute bin ich aber trotz Pause ins Rosenaustadion gefahren, um mal wieder Stabhochsprung zu machen. Aber es war nicht so, wie ich es erwartet habe. Von den zwei Stunden, die ich zur Verfügung hatte, suchte ich ne gute Stunde meinen Anlauf und den Mut, um überhaupt abzuspringen. Es war sehr nervig und ärgerlich. Ich war wütend auf mich. Früher konnte ich aus jeder beliebigen Position abspringen und aufrollen und jetzt ging gar nix.


Aber kurz bevor die Zeit um war, kam dann der Mut und ich sprang ganze drei Sprünge aus. Dieses Fluggefühl hat mir echt sehr gefehlt. Ich war froh, dass ich am Ende noch gescheite Sprünge machen konnte und beim nächsten Training, bin ich wieder voll im Geschäft!

16/17.09.2017 - ARGE ALP Meeting


Letztes Wochenende war das lang ersehnte ARGE ALP Meeting. Mit dem Besten, was Bayern diesen September zu bieten hatte, starteten wir am Freitag mit dem Team Bus nach Rovereto, Italien.


Die Stimmung war von Anfang an super. Man spürte, wie sich das Team schon bei der Busfahrt bildete und stärkte. Die Fahrt selbst war lang und wir kamen spät ins Hotel, so dass wir nur Zeit zum Essen hatten und dann schleunigst schlafen mussten. Denn am ersten Tag erwarteten mich zwei Disziplinen.


Meine Motivation stieg am ersten Tag rapide, als anstatt dem vorhergesagtem Regen die Sonne schien. Die Bahn war sehr hart und sehr schnell, so dass alles möglich war.

Ich erwärmte mich und fühlte mich gut. Doch der Schock kam, als wir beim Call Room erstmal unseren Ausweis zeigen mussten. Ich eilte zur Tribüne und war beruhigt, dass ich meinen Ausweis nicht im Hotelzimmer liegen lassen hab.


Wegen technischen Schwierigkeiten mussten wir 50min. auf unseren Start warten. Aber dann fing es an. Der Schuss kam und ich fühlte mich gut. Ich führte wie gewohnt die ersten 60m bis ich meinen Konkurrenten, der mit 10.53 gemeldet war neben mir sah. Ich versuchte nicht zu verkrampfen und habe wahrscheinlich deshalb nicht mehr viel Druck gemacht. Der Zieleinlauf rettete mir den Sieg, den ich mir mit dem Sprinter aus Trentino teilen durfte. Volle Punktzahl für Bayern.


Die nächste Disziplin war die 4x100m Staffel. Aus Team Bayern traten an: Benedikt Wiesend, der mit mir zusammen die 100m gelaufen ist, Laurin Walter, der 400m Spezialist und Michael Adolf, der 2 Stunden vor der Staffel noch 400m Hürden lief. Wir alle haben sehr gute Einzelzeiten auf 100m, doch was in der Staffel zählt sind die Wechsel. Diese konnten wir aber nur ein mal vor unserem Lauf ausprobieren.

Nichtsdestotrotz haben die Wechsel super funktioniert, so dass wir einen sehr guten zweiten Platz für Bayern gewannen.


Die dritte Disziplin, für die ich nominiert wurde waren die 200m. Diese fanden am Sonntag statt und die 200m machten mir am meisten Sorgen. Ich war zwar wieder als erste gemeldet, doch zwei andere aus Trentino waren mit ihren Zeiten knapp hinter mir.

Außerdem plagten mich beim Aufwärmen mittel-leichte Schmerzen in meinem Beuger, den ich mir letzten November gerissen habe.


Aber es half alles nix. Ich musste für Bayern gewinnen. So ging ich auch an den Start. Nach dem Schuss war alles vergessen. Die Kurve war ganz gut, doch als ich aus der Kurve raus war, flog ich nur noch. Ich ließ meine Gegner mich von hinten schieben und gewann das Rennen mit leichtem Vorsprung.


Die ganze Anspannung vor dem Lauf und auch von der ganzen Saison ließ ich im Ziel dann auch voll raus. Ich war erleichtert und glücklich.


Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Wochenende richtig geil war. Ich habe neue Freundschaften mit Leuten geschlossen, mit denen ich im Wettkampf eigentlich nie was zu tun habe. Ich habe auch die ein oder andere Freundschaft mit den Athleten aus den anderen Mannschaften geschlossen. Und genau das macht das ARGE ALP Meeting so besonders.


Ich freu mich schon auf das nächste Jahr und danke allen Athleten, die das Wochenende so cool gemacht haben.


Videos von meinen Läufen findet ihr hier:


100m:    https://www.youtube.com/watch?v=S6BCuIuSBXs (52:20)

Staffel:   https://www.youtube.com/watch?v=S6BCuIuSBXs (2:24:35)

200m:    https://www.youtube.com/watch?v=X0IYfjMIpa8     (2:45:50)


Der BLV hat ebenfalls einen Bericht über das Meeting veröffentlicht:


http://blv-sport.de/index.php?id=377&tx_ttnews%5Btt_news%5D=2795&cHash=139f68172c61b87631c218ac2efa9bfc

TRINKON ist neuer Hauptsponsor


Ich darf mit freude verkünden, dass die Firma „TRINKON“ mich für die Saison 2017/2018 unterstützt. Dadurch werden mir ganz neue Möglichkeiten geboten. Zum Beispiel kann ich durch diese Unterstzützung mit dem DLV Kader ins Trainingslager fliegen.


Ich freue mich sehr auf die kommende Saison. Es wird auf jeden Fall eine sehr wichtige und sehr spannende!


Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!